Tanja? Wie gebe ich homöopathische Mittel meinem Tier?

… diese Frage erreicht mich in meiner Praxis sehr häufig.

Grundsätzlich möchte ich dir sagen, dass egal welche Darreichungsform du für dein Tier wählst – Globuli, Tropfen, Injektionslösungen oder Tabletten – die Größe, Gewicht, Tierart oder Alter eine untergeordnete Rolle spielt. Für die Wirkung entscheidend ist in erster Linie die korrekte Mittelwahl.

Das “richtige“ homöopathische Mittel wird immer über die „Similie-Regel“ ermittelt u.a. über möglichst passende Symptome, idealerweise repertorisiert. Je nach Fall, akut/chronisch und je nach gewählter Potenz (Verdünnung= Stärke) wird dann dosiert. Einfach erklärt … 😉

Hilfreich hierbei ist entsprechende Literatur (u.a. die homöopathische Arzneimittellehre) und/oder ein ausgebildeter Therapeut/in, der/die euch und euer Tier fachgerecht begleitet.

Sollte dann die Mittelwahl entschieden sein, stellt sich nun relativ oft, die bereits oben genannte Frage

-> wie kommen nun die Globuli in die Katze, das Meerschwein, Rind und Co.??

Hier gilt:
Bei einer homöopathischen Behandlung wird die Verabreichung direkt über die Schleimhaut bzw. Zunge – mit Abstand zur Mahlzeit/Fütterung – als optimal angesehen. Daher ist ein Vermischen mit Futter, Leberwurst (Hund/Katze), Einmischen ins Müsli (Pferd, Hamster) o.ä. zu vermieden.

Eine gute Alternative ist das Auflösen des homöopathischen Arzneimittels in etwas Wasser (z.B. in einem Eierbecher oder Schnapsgläschen) und die anschließende Verabreichung über eine Spritze – ohne Nadel! – direkt ins Maul. Dies sollte allerdings ohne Stress erfolgen, vor allem bei (mehrmals-) täglicher Gabe. Die Grundlage für eine gelingende Therapie – in meinen Augen – sollte auf Ruhe und Vertrauen basieren und nicht unter Zwangsmaßnahmen stattfinden.

Sollten also die oben genannten Methoden für dich nicht umsetzbar sein, da dein Vierbeiner zum Beispiel sehr kontaktscheu ist oder eben jede direkte Gabe in einen „Kampf“ ausartet , wäre eine weitere Möglichkeit – je nach Tierart natürlich – die Tropfen/Kügelchen/Ampullen mit einer sehr kleinen Menge flüssiger Sahne zur Verfügung zu stellen. Diese wird i.d.R. ohne Umstände aufgeschleckt und somit auch über die Mundschleimhaut verteilt. Unkompliziert für dich und dein Tier …

Bei Kühen und anderen Großtieren ist ein „Aufsprühen“ des homöopathischen Mittels – nach vorherigem Lösen – auf andere Schleimhautareale wie die Scheide, Flotzmaul o.ä. ebenso möglich.

Bitte beachte:
Beim Eintreten einer Besserung werden die angewendeten Mittel abgesetzt oder zumindest die Häufigkeit reduziert. Bei Erreichen der „Normalität“ endet spätestens die Behandlung.

Wichtig! Homöopathische Mittel sind nicht „vorsorglich“ weiterzugegeben.

Bei weiteren Fragen zum Thema, stehe ich dir gerne zur Verfügung und freue mich über eine Nachricht von dir.

Herzliche Grüße aus dem Allgäu,

deine Tanja ♥